Auch wenn mein Geburtstag jetzt schon wieder einige Wochen zurückliegt, ist es dennoch ein nachträgliches Geburtstagsabendessen, denn erst heute hat es zeitlich so richtig geklappt diesen Termin zu organisieren.
Peter und ich waren zu Gast im Indian Garden, einem super schicken indischen Restaurant bei uns in der Nähe. Diesmal allerdings nicht als zahlende-, sondern als geladene Gäste. So schmeckt das Essen gleich doppelt so gut, das kann ich euch verraten!
Im Februar hatte ich auf Instagram an einem Sorteo (Gewinnspiel) des Indian Garden teilgenommen. Die Teilnahmebedingungen bei solchen Verlosungen sind einfach: Folge dem Restaurant und verlinke eine Person in den Kommentaren mit der du den Gewinn teilen möchtest. Echt easy, dachte ich und hab’s einfach mal versucht.
Die Verlosung endete genau am 12. Februar – meinem Geburtstag. Da meine Familie zu dem Zeitpunkt noch da war, habe ich gleich mehrere Personen in den Kommentaren verlinkt, um die Gewinnchance noch zu erhöhen. Peter hat nochmal nachgeholfen, in dem er kundgetan hat, dass das Gewinnspiel ja ganz zufällig noch an meinem Geburtstag endet und siehe da – wie der Zufall es so wollte, es hat gefruchtet! (Leider allerdings jetzt doch ohne meine Familie).
Gewonnen haben wir ein 3-Gänge Menü inklusive der Getränke. Der Wahnsinn! Das letzte gewonnene Gewinnspiel liegt schon wieder knapp 4 Jahre zurück. Da habe ich eine 14-tägige Sprachreise nach Santiago de Compostela gewonnen – so bin ich übrigens zum Spanisch gekommen.
Ich bin immer wieder sprachlos und freue mich extrem, wenn ich bei Gewinnspielen dann auch tatsächlich mal was gewinne. Ich denke mir immer: „man hat ja nichts zu verlieren – warum also nicht?“
Ein Abendessen für 2 Personen
Das herzliche und aufmerksame Team des Indian Garden hat uns eine Mischung verschiedener vegetarischer und veganer Vorspeisen und Hauptspeisen zusammengestellt. Zum besonderen Anlass darf es auch ruhig mal wieder vegetarisch für uns beide sein.
Zuerst kamen die veganen Samosas, gefüllt mit Kartoffeln und Erbsen. Dazu wurden eine Minz-Joghurt-, eine Mango-, eine schärfliche Currysauce und angemachte rote Zwiebeln gereicht. Allein in die Vorspeise hätte ich mich schon reinsetzen können. (Diese Joghurt-Minzsauce muss ich unbedingt nochmal selbst machen, dabei mag ich Minze eigentlich gar nicht so gern..).
Als Hauptspeise wurde ein Aloo Channa Balti und ein Karahi Paneer serviert, dazu wurden ausreichend Reis und Käse Naan-Brot gereicht. Beide Hauptgerichte waren super lecker. Peter und ich haben uns gut ergänzt. Während er den Paneer-Käse in eins weggehauen hat, habe ich mich auf das Aloo Channa Balti mit Kichererbsen und Kartoffeln gestürzt.
Ich muss aber sagen, dass ich allmählich von meiner Käse-Sucht weg bin und mich das Käse Naan gar nicht mehr gecatched hat. Ich hätte ein einfaches Naan oder ein Knoblauch Naan dem Käse Naan eindeutig vorgezogen. Verrückt! Ich hätte mir bis vor ein paar Monaten echt nicht vorstellen können, dass ich auch ohne Käse kann.
Als krönenden und gelungenen Abschluss haben wir uns ein Pistazien-Eis mit Mandelsplittern und roten undefinierbaren Fäden geteilt, (ganz nach Papas Geschmack, da bin ich mir sicher). Davon hätte ich dann doch ganz gern meine eigene Portion gehabt.
Mil Gracias an die großartige Küche und an das herzliche Team des Indian Garden.
Dann bis zum nächsten Gewinnspiel würde ich sagen!
Levante UD vs. Valencia CF Femenino
Nachdem wir gestern schon das sportliche Wochenende eingeleitet hatten, soll es heute auch genau so weitergehen. Wir hatten gestern schon Karten für das heutige Spiel Levante gegen Espanyol Barcelona besorgt. Timo, mein Kollege aus der Schule, hatte die letzten Wochen immer wieder vom Stadion in Levante geschwärmt. Also mussten wir uns natürlich selbst überzeugen. Die Karten sind im Gegensatz zu Valencia CF um das Doppelte teurer und dass obwohl es nicht mal ein Top-Spiel ist. Also warum?? Für die günstigsten Plätze zahlen wir 45 Euro pro Karte. Gut, einmal und vermutlich nie wieder! So haben wir es zumindest mal gesehen.
Der Verein ist quasi das valencianische Pendant zu Atlético Madrid – dem Arbeiter*innenverein aus Madrid. Das Stadion wirkt von außen viel kleiner als das Mestallastadion. Dadurch, dass es aber nicht in die Höhe über mehrere Stockwerke gebaut wurde, wirkt das Feld größer und weitläufig.
Anpfiff ist um 16 Uhr. Die Sonne brezelt in unsere Gesichter. In Mestalla wurden wir das letzte Mal mit Cap’s und Wasserflaschen versorgt. Hier nicht. Das Spiel an sich verläuft leider auch eher semi spannend. Beide Parteien spielen eher 3. oder 4. klassig. Auch die Stimmung ist gewöhnungsbedürftig. Wie ich hörte, sind die Levante-Fans tendenziell zurückhaltender. Bis auf die Ultras, die für etwas Stimmung sorgen, gibt es keine Anzeichen für Party im Stadion. Man fühlt sich wie in einer Theatervorstellung, bei der ab und an höflich geklatscht wird. Das Spiel endet letztlich mit einer 0:1 Pleite für Levante Ein Satz mit X.. aber wir haben das Stadion von innen gesehen..
Doch damit noch nicht genug mit dem sportlichen Wochenende. Peter fragt, ob ich noch Lust hätte ein bisschen guten Fußball zu sehen. Die Damenmannschaft von Valencia spielt gleich gegen das Team aus Teneriffa. Naja, solange es keine 45 Euro kostet, warum nicht. Ist ja erst 18 Uhr.
Valencia CF Femenino – UDG Tenerife
Etwas außerhalb von Valencia, im Ort Paterna haben die Frauen ihren Platz. Mit auf dem Gelände ist auch das Trainingsfeld der Herrenmannschaft von Valencia CF.
Für gerade mal 3 Euro pro Nase sehen wir ein überragendes Spiel der valencianischen Frauen. Sie sind ihren Gegnerinnen sowohl technisch als auch kämpferisch um einiges überlegen. Super dynamischer Frauenfußball der Spaß macht. Da bekomme ich doch glatt Lust selbst zu spielen! Mit einem zufriedenen 2:0 Heimsieg fahren wir hungrig ins Asador Wok-Buffet. Es stellt sich heraus, dass es eher ein internationales Fastfood-Lokal ist und mit asiatischer Küche wenig zu tun hat. Aber gut, Pommes schmecken zum Glück allen.
Levante danke für nichts. Liebe Frauen bis nächste Woche!
Palau de Les Arts Reína Sofia
Wer schon einmal die Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia besucht hat, weiß, wie imposant und schön diese Bauwerke sind. Bislang habe ich die Monumente immer nur von außen bestaunt. Heute aber habe ich die Möglichkeit, eines dieser Konstruktionen von innen zu besichtigen.
Shawna, meine Freundin aus der Deutschen Schule, hat uns für diesen Freitag Karten für die Oper „La Tabernera del puerto“ besorgt. Aktuell gibt es ein vergünstigtes Angebot für alle jungen Menschen unter 28 Jahre. Statt der 135 Euro, die die Karten im regulären Verkauf kosten, kosten sie jetzt nur 10 Euro. Wir dachten, ein bisschen Kultur kann uns nicht schaden und für 10 Euro pro Person können wir uns das nicht entgehen lassen. Auch wenn das romantische Opernstück vielleicht nicht ganz unserem Geschmack entsprechen wird, haben wir zumindest das Opernhaus schon mal von innen gesehen.
Ein Freund von Shawna, der zusammen mit ihr einen Sprachkurs besucht, hat uns das Stück empfohlen. Er selbst arbeitet in der Oper und hat uns im Anschluss an das Stück noch eine persönliche Rundtour durch das Opernhaus angeboten. So hatten wir die Möglichkeit auch hinter die Kulissen und vor allem über die Kulissen zu schauen. Denn von dort oben aus dem 11. Stock hat man einen Wahnsinnsblick über die Túria und die Stadt.
Das Stück an sich hat wie erwartet, nicht ganz unseren Geschmack getroffen, aber darauf kam es uns ja auch primär nicht an. Toll war, dass die Sitzplätze mit Monitoren ausgestattet waren, auf denen Untertitel in spanisch oder englisch abgespielt wurden. So konnte auch ich dem Stück weitestgehend folgen.
Die Räumlichkeiten von innen sind dem Gebäudestil angepasst. Es wurde alles sehr schlicht und modern gestaltet. Ähnlich wie bei alle anderen Monumenten auch, zieht sich eine klare Linie durch das gesamte Bauwerk. Alles ist mit Beton und blauen Keramikfliesen ausgestattet. Ich war überrascht, dass der Opernraum relativ klein war und ich hatte irgendwie erwartet, dass der Raum prunkvoller ist oder noch mehr mit Lichtern gearbeitet wird. Ich mag diese Schlichtheit, aber ich hatte das Gefühl, es wird dem imposanten Gebäude nicht ganz gerecht. Irgendetwas fehlt hier. Mehr protz. Der Wow-Effekt innen hat mir gefehlt.
Dennoch würde ich jedem*jeder U28-Jährigen empfehlen, die Oper bei solch guten Konditionen zu besuchen. Vor allem die private Führung durch das Opernhaus war super interessant und hat mir sehr gut gefallen.
Abschließend gab es auf der gegenüberliegenden Seite im Al Solito mal wieder leckere Pizza und Diskussionen darüber, welches Brettspiel das Bessere sei. Carcassonne, Siedler von Catan oder doch Istanbul?
Música a la Mar
Es ist gestern Abend wohl doch etwas zu frisch gewesen im ärmellosen Jumpsuit. Zumindest hat sich das direkt auf meinen Gemütszustand ausgewirkt. Also heißt es für heute: den Tag langsam und gemütlich angehen lassen. Ich treffe mich später mit den Mädels auf einen kleinen Altstadtbummel und einem guten Cappuccino. Am Abend geht’s weiter zum Strand. Hier findet ein Jazz-Konzert statt. Dabei wird die Parkplatzsuche zum Desaster. Wir verpassen die komplette erste Stunde des Konzerts. Diesmal hab ich vorgesorgt, ich hab den dicksten Winterpulli rausgesucht, den ich finden konnte. Alles in allem ein sehr netter Abend.
¡Amunt Valencia!
Peter hat mir zum Einzug mein erstes eigenes Valencia Trikot geschenkt. Damit ich das Trikot auch richtig in Szene setzen kann, durfte die erste Partie natürlich nicht lange auf sich warten lassen. Deshalb haben wir kurzerhand den ersten Geburtstagsgutschein für die Partie Valencia gegen Mallorca eingelöst. Wir sitzen ganz oben von wo aus man einen unglaublichen Ausblick über die Stadt hat. Die Stimmung im Stadion ist bombastisch und das bei 35 Grad in der prallen Sonne. Doch die Planer haben mitgedacht und Wasser und Cappies bereitgestellt. Auch wenn die Partie sehr ausgeglichen ist, lässt sich Valencia die 3 Punkte nicht nehmen. Wir gehen mit einem glücklichen 2:0 nach Haus.
Bienvenido
¡Hola Cariños!,
ich nehme euch mit auf meine Reise nach Valencia. Hier werde ich regelmäßig Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen.
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